E-Bus Newsletter Nr. 13 - Mai 2018

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E-Bus News #13 Mai 2018

 

Flixbus testet Elektrobusse im Fernverkehr

Der Marktführer im deutschen und westeuropäischen Fernbusverkehr will jetzt auch elektrisch fahren. Dazu werden in den nächsten Monaten Elektrobusse getestet. Starten will das Münchner Unternehmen auf der Strecke zwischen Paris und Amiens in Frankreich. Hier will die Firma den Einsatz von Elektrobussen in der Realität auf die Probe stellen. Mir rund 160 Km hat die Strecke eine ideale Länge für den E-Bus-Einsatz.

Der erste E-Fernbus in Deutschland wird im Rahmen des geplanten Netzausbaus von Flixbus ab Frühsommer auf einer neuen Linie zwischen Hessen und Baden-Württemberg fahren. Einer der Busse wird von Yutong geliefert. Der Yutong ICe 12, der in der Spitze 100 km/h schafft, 12 Meter lang ist und Platz für 53 Passagiere bietet, wird in Frankreich eingesetzt. Für den Verkehr zwischen Hessen und Baden-Württemberg ist ab Frühsommer der BYD Reisebus C9 (Foto: Dr. Theißen) vorgesehen. Dieser erstmals 2016 in Europa vorgestellte Bus schafft 90 km/h. Die Reichweite soll bei etwa 200 Kilometern liegen.

Rechts im Bild der erste Yutong-Bus für den Frankreich-Einsatz (Foto: Flixbus), seit dem 10. April im Einsatz. Gekostet haben die Busse je rund 400.000 €.

Die deutsche E-Bus-Teststrecke wird zwischen Frankfurt und Mannheim eingerichtet, hier sollen die E-Busse ab Sommer zum Einsatz kommen.

Neue Studie: Elektrobusse 2030 günstiger als Dieselbusse

Die Financing Sustainable Cities Initiative und Bloomberg New Energy Finance (BNEF) haben anlässlich eines US-amerikanischen Nachhaltigkeitsforums die Studie „Elektrische Busse in Städten: Auf dem Weg zu sauberer Luft“ vorgestellt. Nach Analyse von Batteriekostenkurven werden demnach Elektrostadtbusse bis 2030 mindestens Kostenparität zu ihren Dieselpendants erreichen. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfte das Batteriepaket im durchschnittlichen Elektromodell nur noch rund 8 % des Gesamtpreises ausmachen – gegenüber rund 26 % im Jahr 2016. Sollte die steigende Nachfrage nach Elektrobussen die Akkupreise jedoch schneller sinken lassen, würden Stromer bereits bis Mitte der 2020er-Jahre die Kostenparität erreichen.

Hamburg hat 30 E-Busse fest bestellt

Die Hamburger Hochbahn (HHA) hat seine ersten Serien-Elektrobusse bestellt. Dabei handelt es sich um 20 E-Citaro der Daimler-Tochter EvoBus und um 10 Urbino nE12 des polnischen Herstellers Solaris. Jeweils 2 der Elektrobusse sollen noch in diesem Herbst geliefert werden, die restlichen 26 sollen im kommenden Jahr folgen. Die E-Busse von EvoBus und Solaris ähneln sich hinsichtlich Platzangebot und Leistung: die 250 kWh Lithium-Ionen-Batterie des E-Citaro und die 240 kWh Lithium-Ionen-Batterie des Solaris Urbino sollen für mindestens 150 Kilometer elektrische Reichweite sorgen. Aufgeladen werden sie auf dem Betriebshof in Hummelsbüttel. (Quelle: Die Welt)

Wiesbaden will 55 E-Busse zur Lieferung 2019 bestellen

Jetzt soll erst im Juni in Wiesbaden die Entscheidung fallen, wer Lieferant der ersten Tranche zur Umstellung des Busverkehrs auf Elektroantrieb ist. Vier Unternehmen (BYD, Mercedes-Benz, Solaris und VDL) hatten Angebote abgegeben.

Brennstoffzellenbus von Toyota

Toyotas erster Brennstoffzellen-Elektrobus kommt in diesem Jahr auf den Markt, allerdings ist das Modell „Sora“ zunächst nur in Japan erhältlich. Im Ballungsraum Tokio sollen bis zu den Olympischen und Paralympischen Spielen im Jahr 2020 über 100 Einheiten auf die Straßen kommen. In Toyotas neuem E-Bus arbeitet das aus der Brennstoffzellen-Limousine Mirai bekannte Antriebssystem in doppelter Ausführung. (Foto: Toyota)

Nationalpark in den USA elektrifiziert seine Busflotte

Der östlich von San Francisco in der Sierra Nevada gelegene Yosemite Nationalpark beginnt als erster US-Nationalpark seine Shuttle-Bus-Flotte auf Elektroantrieb umzustellen. 2017 kamen 331 Millionen Besucher in den Park, eine Anzahl davon nutzte die Shuttle-Busse, mit denen die Parkverwaltung die Parkbesucher ermutigt, den Pkw stehen zu lassen und zwischen Lodges, Wasserfällen und Trailheads mit dem Bus zu fahren.

2017 nutzten mehr als fünf Millionen Besucher den kostenlosen Shuttle-Service, der bereits ab 2001 mit dieselelektrischen Hybridfahrzeuge betrieben wird. Nun folgen die ersten beiden emissionsfreien Batterie-Elektrobussen von Proterra. Die neuen Catalyst-Busse sollen jährlich erhebliche Menge Treinhausgasemissionen und rund 150.000 Dollar an Wartungs- und Betriebskosten einsparen. Sie werden Ende 2018 in Dienst gestellt und können bis zu 1.480 Besucher pro Tag durch das Yosemite Valley des Parks transportieren. (Quelle: www.proterra.com/press-release/yosemite-becomes-first-u-s-national-park-to-purchase-zero-emission-buses-from-proterra/ )

China: 2017 rund 90.000 Elektrobusse ausgeliefert

An die Verkehrsunternehmen in der Volksrepublik China wurden 2017 genau 89.546 Elektrobusse abgesetzt. Davon entfielen 24.857 auf Yutong, 12.777 auf BYD, 8.167 auf Zhongtong und die verbliebenen 43.745 auf andere Hersteller. Zwar sank die Lieferquote gegenüber dem Rekordjahr 2016 um rund 23%, aber die Zahlen zeigen deutlich, wo der Elektrobusmarkt boomt. (Quelle: https://www.emobilitaetonline.de/news/wirtschaft/4579-china-elektrobusse-2017)

KVG Braunschweig beschafft 45 weitere Elektrobusse

Nach erfolgreichem Abschluss des Projektes „LEO“ (Linienverkehr mit elektrischen Omnibussen), in dem drei Sileo-Busse erfolgreich getestet wurden, hat der Aufsichtsrat der KVG Braunschweig jetzt die Beschaffung von 45 Elektrobussen beschlossen, davon sollen sechs bereits in diesem Jahr geliefert werden. Die Busse sollen in Wolfenbüttel, Helmstedt und Salzgitter eingesetzt werden.

Auch München setzt jetzt auf Elektromobilität

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) will 40 Elektrobusse beschaffen. In einem ersten Schritt werden vier 12m-Elektrobusse und vier Elektro-Gelenkbusse (ca. 18 Meter) ausgeschrieben. Diese sind unter anderem für die Einrichtung einer ersten reinen E-Buslinie im Jahr 2019 vorgesehen. Zur Finanzierung werden Fördermittel von Bund, Land und Stadt beantragt.

Die aktuelle Ausschreibung besteht aus insgesamt vier Losen mit unterschiedlichen technischen Spezifikationen und beinhaltet Optionen für weitere 32 E-Busse. Diese Fahrzeuge werden beschafft, wenn sich die ersten Busse im realen Fahrgastbetrieb bewähren. Die Reichweite der Elektrobusse soll bei vollem Energiespeicher rund 280 Kilometer betragen. Die SWM erfordern zudem eine Wärmepumpe für besonders kalte Tage, damit die weiter erforderliche Zusatzheizung möglichst wenig in Anspruch genommen werden muss.

Eingesetzt werden die Elektrobusse u.a. vom derzeit im Bau befindlichen Betriebshof Moosach, genannt „Hybrid.M“ (Spatenstich war am 16.03.2018). Hier sollen insgesamt 190 Busse stationiert werden, darunter auch 56 Elektrobusse mit Ladeeinrichtungen. (Bild: SWM, Quelle: www.swm.de/dam/swm/pressemitteilungen/2018/03/mvg20180315-40-busse-ausgeschrieben.pdf)

Wuppertal kauft Wasserstoffbusse

Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) setzen, mit Hilfe von EU-, Bundes- und Landesförderung, auf Wasserstoff-Busse im städtischen Nahverkehr. Den Treibstoff dafür stellen sie selber her – mit der Wärme aus dem eigenen Müllheizkraftwerk. Zehn Omnibusse mit Brennstoffzellen sind bereits geordert; zehn weitere könnten schon bald hinzukommen. Aus der Sicht der WSW sind Großfahrzeuge mit einer Stromversorgung aus Batterien „keine geeignete Technologie für Wuppertal“, so Projektleiter Andreas Meyer. Hersteller der ersten zehn Busse ist das belgische Unternehmen van Hool. Ein deutscher Anbieter war nicht zu finden.

Lahr: Elektrobus während der Landesgartenschau im Einsatz

Als eines der ersten großen Verkehrsunternehmen in Land Baden-Württemberg hat die Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft (SWEG) am 14. April ihren ersten reinen Elektrobus in Betrieb genommen. Er wird zunächst während der Landesgartenschau eingesetzt. Der Solaris Urbino 12 electric kommt zunächst als Pendelbus zwischen dem Lahrer Bahnhof/ZOB und dem Haupteingang der Landesgartenschau zum Einsatz – kostenlos für die Fahrgäste. Später wird der Elektrobus außerdem im Stadtverkehr Lahr eingesetzt. (Foto: SWEG)

Bonn: SWB Bus und Bahn schreibt sieben Elektrobusse aus

Ende April hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke Bonn unter Vorsitz von Oberbürgermeister Ashok Sridharan beschlossen, weitere sieben Elektrobusse zu beschaffen. Vier Solo- und drei Gelenkbusse sollen im Jahre 2019 geliefert werden (geprüft werden Kauf oder Leasing). Schon seit 2016 testeten die Stadtwerke Bonn sechs geliehene Busse der deutschen Firma Sileo im Fahrbetrieb. Diese kamen im Rahmen des von der EU geförderten Projektes ZeEUS (Zero Emission Urban Bus System) zum Einsatz, das allerdings Ende April 2018 ausgelaufen ist. Von den sechs Sileo-Bussen mussten zuletzt fünf in der Werkstatt des Herstellers überarbeitet werden, weil die Einsatzzeiten der Busse hinter den Erwartungen zurückblieben. Nach Möglichkeit sollen diese Busse aber weiterhin in Bonn getestet werden.

Bremen will ab 2025 nur noch Elektrobusse im ÖPNV einsetzen

Der Bremer Umweltsenator Joachim Lohse kündigte in der Stadtbürgerschaft den schnelleren Austausch der Dieselbus-Flotte der BSAG gegen elektrisch betriebene Fahrzeuge an: „Wenn alle Akteure ihre Hausaufgaben machen, dann könnte ab 2025 die BSAG auf E-Fahrzeuge umgestellt haben.“ Bisher war stets davon die Rede gewesen, bis Mitte des kommenden Jahrzehnts lediglich ein Viertel der rund 220 BSAG-Busse auf Elektroantrieb umzustellen. (Quelle: WESER-KURIER vom 13.03.2018).

Indien: Elektrobusse im Vormarsch, BYD liefert größte Tranche in Indien …

Mit Nachdruck und hoher staatlicher Förderung werden jetzt auch in Indien Elektrobusse in den ÖPNV eingeführt. Während die Ausschreibung über 700 E-Busse für die Hauptstadt Delhi noch aussteht, konnten die Aufträge für 520 Busse inzwischen vergeben werden. Große Gewinner der Ausschreibung sind das Joint Venture von BYD und Goldstone mit 290 E-Bussen sowie Tata Motors mit 190 E-Bussen. 40 weitere E-Busse werden von Ashok Leyland geliefert. BYD/Goldstone liefern nach Bangalore, Mumbai und Hyderabad, Tata Motors nach Jaipur, Indore, Lucknow, Kalkutta, Jammu und Guwahati, Ashok Leyland erhielt den Auftrag aus Ahmedabad.

… erste Busse in den Großraum Barcelona …

BYD liefert acht Elektrobusse in die katalanische Stadt Badalona in der Region Barcelona. Die E-Busse haben eine Länge von zwölf Metern. Auftraggeber ist die katalanische Transportgesellschaft TUSGSAL. Die Auslieferung soll zu Beginn des Jahres 2019 erfolgen, die E-Busse sollen bereits kurz darauf in der katalanischen Stadt in Betrieb genommen werden.

… und nach Auckland (Neuseeland) …

In Auckland, Neuseeland, startet die Build Your Dreams Company (BYD) erstmalig den Betrieb von Elektrobussen. Mit von der Partie ist der britische Partner und Bushersteller Alexander Dennis (ADL), von dem das E-Bus Modell Enviro200EV geliefert wurde.

… sowie die ersten Busse nach Portugal

Der ÖPNV-Betreiber in Coimbra (Portugal), SMTUC, hat nach umfangreichen Tests jetzt 8 Elektrobusse vom Typ K9 bei BYD bestellt. Die Busse sollen Anfang 2019 geliefert werden. Portugal ist damit das zehnte europäische Land, in dem BYD-Busse zum Einsatz kommen. (Quelle: https://www.busworld.org/articles/detail/3693/byd-electric-bus-deal-in-portugal)

BYD stellte neues Modell D9W vor

Kürzlich präsentierte BYD am Rande des achten Weltwasserforums in Brasilia sein in Brasilien gebautes Modell D9W, das in Kooperation mit Marcopolo entwickelt wurde. Der D9W ist 13,2 Meter lang und soll eine Reichweite von 300 Kilometer abdecken. Er wird in dem neuen BYD-Werk in Campinas bei Sao Paulo produziert. (Foto: BYD)

Second Life für gebrauchte Busbatterien

Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) und die VW-Tochter MAN haben im Rahmen der Mobilitätspartnerschaft zwischen der Hansestadt und dem Volkswagen-Konzern vereinbart, Batterien nach ihrem Einsatz in Elektrobussen als Energiespeicher für Ladestationen auf dem Betriebshof weiternutzen. Der erste Prototyp des stationären Speichers soll noch im Verlauf dieses Jahres in Hamburg-Bergedorf in Betrieb genommen werden. MAN erwartet für die in den in der Entwicklung befindlichen Elektrobussen eingesetzten Batterien eine Lebensdauer von mindestens sechs Jahren, während die Fahrzeuge im Durchschnitt 12 Jahre genutzt werden. Mit der Second-Life-Nutzung soll die Wirtschaftlichkeit der Elektrobusse weiter erhöht werden.

Als sogenannte Second Life Speicher sollen die ausgedienten E-Bus-Batterien vor allem Strombedarfsspitzen beim Laden der Busse verhindern, indem in Zeiten niedrigen Strombedarfs der Speicher gefüllt wird. Zu Spitzenzeiten können die E-Busse dann daraus geladen werden. Dies soll dazu beitragen, Kosten zu sparen und das Stromnetz zu stabilisieren. (Quelle: https://vhhbus.de/aktuelles/news/einzelansicht/datum/2018/3/16/vhh-und-man-testen-zweites-leben-von-batterien-als-ladestation-fuer-elektrobusse/)

Volvo testet in Göteborg vollelektrischen Gelenkbus

Ab Juni testet Volvo auf der starkbefahrenen Linie 16 in Göteborg seine beiden neuen vollelektrischen Gelenkbusse. Diese haben eine Länge von 18,7 Metern und bieten Platz für bis zu 135 Fahrgäste, für die 38 Sitzplätze zur Verfügung stehen. Charakteristisch für die neuen Gelenkbusse sind vier zweiflügelige Türen, breite und barrierefreie Gänge mit ebenem Boden sowie ergonomisch geformte Haltestangen, Haltegriffe und Rückenlehnen für stehende Fahrgäste. An zwei Stopps − Eriksbergstorget und Universitätsklinikum Sahlgrenska − werden Ladestationen für Zwischenladungen eingerichtet.

Dortmund plant Umstellung auf Elektrobusse

Die DSW21 plant, ab 2020 nur noch Elektro-Busse zu kaufen. Vorausgesetzt, dass die führenden Hersteller dann serienreife Fahrzeuge in ausreichender Stückzahl zu guten Konditionen anbieten. 10 bis 15 E-Busse sollen so jedes Jahr neu gekauft werden. In etwa einem Jahrzehnt könnte die Flotte dann komplett elektrisch unterwegs sein. Aufladen sollen die Busfahrer die Busse auf dem Betriebshof und nicht unterwegs an Ladestationen. (Quelle: DSW 21)

Auch ÖBB-Postbus setzt jetzt auf Elektrobusse

Der ÖBB-Postbus treibt bei den Bussen das Thema E-Mobilität voran. Mit den ersten beiden Projekten kommen bis 2020 insgesamt 22 E-Busse in den Linienbetrieb. 20 im Raum Feldkirch in Vorarlberg und zwei in Südkärnten.

Ruhrbahn testet Irizar Elektrobus

Noch bis Mitte Mai testet die Ruhrbahn einen batteriebetriebenen Elektrobus der spanischen Marke Irizar in Essen und Mühlheim auf Zuverlässigkeit, Reichweite und technische Anforderungen. Dieser Test dient u.a. zur Vorbereitung des Pilotprojekts „Zero Emission“.

Neue Ladetechniken on oben und von unten

Der Forschungscampus Mobility2Grid hat in Berlin eine neue Schnellladestation für Elektrobusse vorgestellt. Sie soll zugleich die Einbindung in ein intelligent gesteuertes Stromnetz ermöglichen. Das auf dem Forschungscampus errichtete Hochleistungsladesystem von Siemens leistet 150 Kilowatt. Der Busfahrer muss den Elektrobus des Typs Solaris New Urbino 12 Electric lediglich unter der Station parken und die Handbremse aktivieren. Dann senkt sich ein Ladearm herab und startet vollautomatisch den Ladevorgang, während die Fahrgäste gefahrlos ein- und aussteigen können. (Foto: Mobility2Grid)

Das US-Unternehmen Momentum Dynamics, einer der weltweit führenden Anbieter für induktives – sprich kabelloses – Laden für Elektrofahrzeuge, hat das erste 200-Kilowatt-Ladesystem für eine batterieelektrische ÖPNV-Busflotte in Betrieb genommen. Das erste kabellose Ladesystem seiner Art ist in einem Elektrobus BYD K9S bei Link Transit in Wenatchee, Washington, in Betrieb und soll die Zukunft des elektrischen Nahverkehrs repräsentieren.

Für den elektrischen ÖPNV ist das kabellose Laden die effektivste Methode für das Laden auf der Strecke. Innerhalb von nur fünf Minuten fügt das kabellose Ladesystem der Fahrzeugbatterie während des längeren Stopps an einer Endhaltestelle automatisch genug Energie hinzu, um einen weiteren Umlauf abschließen zu können. Dies ermöglicht es dem Elektrobus, unbegrenzt viele Umläufe zu fahren. Busse mit dem drahtlosen Ladesystem von Momentum stoppen einfach über den in die Straße integrierten Ladesender, um automatisch aufzuladen. (Foto: Momentum Dynamics)

Jena beschafft Elektrobusse

Als Thüringens erster kommunaler Verkehrsbetrieb möchte der Jenaer Nahverkehr Elektrobusse einsetzen. Drei Stück will sich das Unternehmen zunächst kaufen. Sie sollen auf der Linie 15 fahren, voraussichtlich ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019. Damit sich der Jenaer Nahverkehr das leisten kann, stellte das Thüringer Umweltministerium 2,2 Millionen Euro bereit, das sind 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Umweltministerin Anja Siegesmund (Bündnisgrüne) übergab am 11.04.2018 den ersten Bescheid aus dem E-Bus-Förderprogramm an die Jenaer Nahverkehrsbetriebe.

E-Busse für Lissabon

Carris, der Verkehrsbetrieb in Portugals Hauptstadt Lissabon, hat kürzlich eine Ausschreibung zur Beschaffung von 15 Elektrobussen einschließlich Infrastruktur veröffentlicht. Insgesamt 11,7 Millionen Euro stehen für das Projekt zur Verfügung. Bis zum Jahr 2021 sollen insgesamt 460 neue Busse mit alternativen Antriebssystemen für die Hauptstadt Lissabon beschafft werden.

Flughafen Schiphol wird weiter elektrifiziert

Der niederländische Ladespezialist Heliox hat 109 Schnellladegeräte geliefert, um die Flotte von 100 E-Bussen im Bereich des Amsterdamer Flughafens Schiphol zu versorgen. Die VDL Citea Gelenk-E-Busse werden rund um die Uhr auf 6 Linien in der Umgebung des Flughafens eingesetzt und sollen insgesamt 30.000 km pro Tag zurücklegen. Heliox setzt dafür 23 seiner OC 450 kW Ladegeräte an vier verschiedenen Ladepunkten ein. Die Ladegeräte können über ein auf dem Dach der Busse montiertes Stromabnehmersystem die Batterien in 2-4 Minuten aufladen. Zusätzlich werden in den Betriebshöfen in Amsterdam und Amstelveen 84 Heliox Fast DC 30-kW-Ladegeräte für die Nachtladung bereitstehen.

Elektrobusse in New York

New York City will seine komplette Busflotte spätestens bis zum Jahr 2040 auf Elektroantriebe umgestellt haben, wie jetzt angekündigt wurde. Das staatliche New Yorker Verkehrsunternehmen Metropolitan Transportation Authority (MTA) betreibt derzeit mehr als 5.700 Busse. Zehn vollelektrische Busse werden von der MTA schon jetzt getestet, 60 weitere E-Busse sollen bis zum kommenden Jahr beschafft werden.

E-Busse auf der InnoTrans 2018

Dem Thema Elektromobilität im ÖPNV widmet sich auch die InnoTrans, die internationale Leitmesse für Verkehrstechnik, die vom 18. bis 21. September in Berlin stattfindet. Mit dabei sind unter anderem Alstom mit dem E-Bus ‚Aptis‘, Linkker mit dem Fahrzeugmodell Linkker 12+, Sileo aus Salzgitter, Solaris aus Polen und VDL aus den Niederlanden. Sileo hat den emissionsfreien Doppelgelenkbus Sileo S25 angemeldet. Solaris bringt den Oberleitungsbus-Typ Trollino 12 sowie den Batterie-Linienbus Urbino 12 electric.

 

Termine:

20. – 27.09.2018, Hannover, IAA-Nutzfahrzeuge

18. – 23.09.2018, Berlin, Innotrans

19. – 21. 03.2019, Berlin, BUS2BUS 2019

18. – 23.10.2019, Brüssel, Busworld 2019

 

Beratungsangebot team red Deutschland:

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